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                                             Die Jagdordnung
 

Pünktliches Eintreffen zum Stelldichein.
Ohne Pferd, aber bereits im korrekten Reitzeug und ohne Sporen zum Stelldicheinplatz gehen,
Eintag im Jagdbuch und unaufgefordertes Bezahlen des Cap-Geldes (als Cap engl. bezeichnet man die Mütze in der das Geld eingesammelt wird ).
Wenn möglich den Jagdherren suchen, sich namentlich vorstellen und für die Einladung danken.

Pferdegerechtes, rechtzeitiges Aufwärmen auf dem dafür vorgesehenen Platz.
Wenn die Equipage kommt wird nur noch Schritt geritten.

Auf Aufforderung Position im Halbkreis einnehmen, dabei die Hunde und den Jagdherrn bzw. den Master
beachten und deren Anweisungen zur Feldeinteilung folgen.

Beim Anlegen der Hunde herrscht absolute Stille im Feld, ebenso- falls die Hunde unterwegs neu suchen.
Wir imitieren bei der Schleppjagd die Jagd auf ein Stück Wild und befinden uns nicht auf einem Hindernisrennen.
Deshalb ist die Sucharbeit der Hunde keine unzumutbare und spaßtötende Verzögerung, sondern gehört als wichtiger Bestandteil des Ganzen unbedingt dazu.

Vor der Schlußschleppe und spätestens nach dem letzten Sprung wird der rechte Handschuh ausgezogen.
Zum Halali Dank an die  Mitreiter mit einem Händedruck vom Pferd aus.

Absitzen zur Currèe, die Herren ziehen die Kappe.

Wenn die Hunde mit Pansen “ genossen gemacht” sind ( kommt von genießen und stellt die Motivation der Hunde für das Jagen dar), ohne Pferde zum Jagdherrn gehen und den Bruch abholen.
Ein Mitreiter oder Helfer hält solange das Pferd.
Die korrekte Dankesformel an den Jagdherrn und Master heißt: “ Waidmanns Dank! “

Reiter und Pferd verlassen den Halali-Platz immer erst nach den Hunden mit der Equipage.

An einem gelungenen Jagdtag wirken immer sehr viele Beteiligte in ganz unterschiedlichen Aufgaben mit.
Nicht nur die Gastgeber und der Master mit seiner Equipage, sondern auch Personen wie der Parkplatzeinweiser oder ein Feuerwehrmann, der die Straße absperrt bemühen sich, uns einen unvergeßlichen Tag zu bereiten.
Dafür gebührt jedem ein höfliches “ Dankeschön “ .

Grundsätzliches:

Umsicht und Rücksicht ist das oberste Gebot, nicht nur im Jagdfeld und hier ganz besonders am Sprung sondern auch schon vorher beim Stelldichein und noch anschließend an das Halali ( steht für frz. “ ha la lit “ - da liegt es)

Reiterfehler und Rücksichtslosigkeit können direkt ins Krankenhaus führen oder sogar noch darüber hinaus.
Auch wenn alles nicht so schlimm war, ist eine Entschuldigung angebracht, möglichst bald und möglichst aufrichtig.

Die Hunde haben absoluten Vortritt und dürfen von Reitern aus dem Feld nicht bedrängt oder angesprochen und abgelenkt werden.
Einen Hund zu Überreiten ist der schlimmste Fauxpas den ein Jagdreiter passieren kann.
 

 

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