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Böhmer Beagles beschlossen 2004 im Galopp

Böhme. Im Jagdgalopp feierte die Böhmer Beagle Meute Jubiläum. Wie vor zwanzig Jahren, als die erste „Jahresabschlussjagd“ am 28. Dezember, „zwischen den Jahren“ stattfand, führte auch diesmal wieder Master Hinrich Mönchmeyer die Beagles durch den Wald von Böhme und Altenwahlingen. Im Schneetreiben sammelten sich 34 Reiter zum unwiderruflich letzten offiziellen Ritt des Jahres 2004 im Roten Rock.

Diese Tatsache hatte sogar ein Trio aus Bonn nach Böhme gebracht. Die drei Reiter hatten über Internet von der Jagd erfahren und mit ihren Pferden im Transporter die vierstündige Anfahrt in Kauf genommen. „Es hat sich gelohnt“, fanden nicht nur diese Weitgereisten anschließend. Zum Ende der Saison waren Pferde, Reiter und Hunde in Bestform und auch eine unvorhergesehene Änderung der „Mannschaftsaufstellung“ blieb ohne Bedeutung. Wegen eines Arbeitsunfalls konnte Jointmaster Thorsten Mönchmeyer nicht reiten und ließ die Rüden im Kennel. Dadurch mussten der Altmaster und die Hündinnen einspringen, die im November bereits ihre Winterpause angetreten hatten. Mit vollem Geläut und lauffreudig folgten die Hunde der von Silke Baranowski (Bierde) und Hergen Bruns (Oldenburg) gelegten Schleppe. Michael Zepp (Hespe) führte das große Feld der springenden Pferde über die fast 40 Hindernisse.  Alfred Lüdtke (Gandesbergen) leitete die weniger erfahrenen Teilnehmer. Im Wechsel ritten beide Gruppen auf den insgesamt sieben Schleppen direkt hinter den 22 Hunden und der vierköpfigen Equipage.

Das Jubiläum war auch Auftakt in eine neue Zeitrechnung der Annäherung zwischen „grüner“ und „roter Jagd“ in Böhme. Noch am Vormittag hatten die Jäger das Revier für ihre Treibjagd geöffnet, bevor dann am Nachmittag die Reiter freie Bahn hatten. „Vielleicht können wir wirklich bald getrennt jagen, aber dann gemeinsam das Halali feiern und die Strecke verblasen“, skizzierte Hinrich Mönchmeyer seine Hoffnung für die Zukunft. Ein erster Schritt in diese Richtung war gemacht, denn Jäger und Reiter sahen sich wieder beim abschließenden Schüsseltreiben in der „Rethemer Fähre“.

Die Jagdrede nach dem Jagdessen hielt Egon Klein (Langenhangen), der die gesamte Jagd mit Hornsignalen vom Sattel aus begleitet hatte. Der Rechtsanwalt lobte in wohlgesetzten Worten besonders die „Gastlichkeit mit Herzblut“, die in Böhme einmal mehr an den Tag gelegt wurde, angefangen mit dem von Marita Mönchmeyer und ihren Helfern bereiteten Frühstück für Reiter und Zuschauer und noch nicht beendet mit der Musik der Bläsergruppe “Trompes de Chasse” aus Rotenburg, die die Jagd an verschiedenen Stellen musikalisch umrahmte. Abschließend zelebrierten der Jagdredner und der Altmaster noch ein selten gewordenes Ritual: Mit Sekt wurde der neue „Rote Rock“ von Frank Sommerfeld getauft. Der „Brötchenkönig aus Brelingen“ war einer von mehreren Reitern, die als Mitglieder der Niedersachenmeute folgen und nach Böhme zum Jahresabschluss gekommen waren.

 

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